Am besten malt es sich mit hochwertigen Farben und Bindemitteln auf guten Malgründen. Zeichnungen auf transparentem Papier, in Tusche oder Graphit , eignen sich sehr gut für die Projektionsarbeit. Diese übertrage ich mittels althergebrachter Quadratnetzprojektion auf die Leinwand. Für Untermalungen und Weißhöhungen verwende ich gerne magere Öltempera, in den Decklagen Öl. Akrylfarben eignen sich nur in dünnsten Lagen für Öluntermalung. Als Schlußüberzug nehme ich gerne Bienenwachs, seltener benzinlöslichen Akrylatfirnis. Rezente oder synthetische Harze eignen sich am besten für glänzende Schlussfirnisse. Mattierende Firniszusätze wirken auf die Farbbrillianz trübend.

Maltechnik ist (wie alle Techniken) serielle Anwendung normativer Verfahrensregeln. Behauptungen zu mystischen Geheimnissen in der Malerei, über rätselhafte Farben aus dem Orient, alchimistisch aufbereiteter Essenzen, notwendiger, heute leider nicht mehr zu erlangender Weihen etc. pp, sind Unsinn.

Die kombinierte alla-prima-Ölmalerei auf sorgfältiger Zeichnung und Tempera-Untermalung folgt ausschließlich rationalen Erwägungen. Sie ist das Ergebnis der Jahrhunderte währenden Entwicklung seit Jan van Eyck, wobei technische Neuerungen, wie etwa optische Projektionsspiegel, Camera obscura, chemisch ausgefällte Farben, zu allen Zeiten selbstverständlich benutzt wurden. Es kommt allein auf das Ergebnis an.

Eine allgemeine Übersicht über Maltechniken finden Sie hier.