Biografie Martin Eller, Maler.

2023

Ab 2023 regelmäßige Ausstellungen mit neuen Arbeiten in der Galerie Alte Schule.

2010er Jahre

Programmatische Galerieausstellungen mit ausgewählten Teilen aus Serien; Einrichtung des Atelierhauses auf einem Waldgrundstück. Ab 2014 Rückzug vom Ausstellungsbetrieb und vom Kunsthandel; Atelierausstellungen und Präsentationen bei Sammlern, Atelierverkäufe. Experimentelle Arbeiten zu Filmen, hellfarbiger Malerei, Fotografie, Theorie; Arbeit an einem Traktat zur Kultur der Bilder und zum logischen Bild. Untersuchungen zu Bilder der Form (∃x) ; ƒ(x). Kauf und mehrjährige Arbeit zur Restaurierung eines alten Hauses, Anlage eines Gartens; Einrichtung neuer Arbeits- und Ausstellungsräume.

2000er Jahre

Ab 2000 erfolgreiche bundesweite Ausstellungen in vielen Galerien und Kunsthandlungen mit Landschaften, Seestücken, Innenhöfen, Stadtansichten.
2004 Tod meines älteren Sohnes. Danach Veränderung aller äußeren Lebensumstände; ernsthaftere Themen und präzisere Darstellungsweisen bis hin zu fotorealistischen Malereien. Ab 2006 erste Serien mit Landschaften, Himmeln, Figurationen und Genreportraits.

1990er Jahre

Ab 1989 Berufswechsel, ab 1993 Berufsarbeit als freischaffender Künstler; Landschaftsmalerei nach Fotografien, mehrjährige Freilicht-Landschaftsmalerei, Kopien nach alten Meistern; erste regionale Ausstellungen. Ab 1997 mediterrane, starkfarbige Landschaften und Stadtansichten; erste Ausstellungen im Kunsthandel, zuerst regional, dann bundesweit.

Einflüsse von Bildern

Mondlandung: mein infantiler Glaube an prinzipielle Problemlösungen durch Technik hielt sich lange gegen meine zunehmenden ethischen und ästhetischen Bedenken;

Vietnam: die schockierenden Fotos des Napalmopfers Phan Thị Kim Phúc ließen mich in dauerhaft tiefster Verachtung gegen Gewalt und Militarismus zurück;

Shoah: die Bilder aus den Vernichtungslagern der Nazis sind für mich der Beweis gegen das Bestehen einer universellen Humanität; toxische Reste furchtbarster Ideologien vergiften seit dem noch jeden Versuch zu einer wirklich menschlichen Welt;

Kunst: die Gemälde von Paul Cézanne schulten mein Bildverständnis in exorbitanter Weise; ihnen verdanke ich alles.

Herkunft

Aus einer Familie von Arbeitern, Handwerkern und Nebenerwerbsbauern. Das elterliche Farbengeschäft, die Entwurfsarbeiten meines Vaters zu seiner Meisterarbeit und die Zeichnungen eines Onkels, die nach dem Krieg auf abenteuerliche Weise aus Norwegen in die Familie kamen, standen am Anfang meiner frühkindlichen Berufswünsche, Maler zu werden.

Kindheit

In einem bäuerlichen Dorf der 1960er Jahre, nahe einer US-Garnison, mit allen denkbaren Begleiterscheinungen. Die Schule ein bedrückendes Auswahlsystem ohne jede Förderung, Lehrer und Eltern belasted mit aus der Nazizeit stehengebliebener Pädagogik. Meine vielen Interessen machten mich schon früh zum Außenseiter.

Ausbildung

Maschinenschlosser, Maschinenbaumeister, Studien in Maschinenbau, Konstruktionstechnik, Kybernetik und Plasmaphysik. 1989 Berufswechsel zur Malerei, Studien in Landschaftsmalerei en plein air und nach alten Meistern.
Seit 1993 Berufsarbeit als freischaffender Künstler.

Familie

Ich bin Vater von drei Kindern: eine Tochter, geboren 1983, zwei Söhne, geboren 1987 und 1994. Mein Sohn Christian starb 2004. Ich habe drei Geschwister.

Interessen

Kunst: Malerei, Architektur, Fimkunst, Alte Musik;
Naturwissenschaften: Physik, Quantenmechanik, Kosmologie, Zellbiologie, Botanik, Ökologie;
Literatur: klassische Prosa, Epos, Drama, Lyrik;
Geschichte: Paläoanthropologie, Kunst- und Kulturgeschichte;
Philosophie: Ethik, Ästhetik, Sprachphilosophie, kritische Theorie, formale Logik.

Abneigung

Gegen Ideologien, Geschichtsverdrehung und Metaphysik, mit denen alle Zeiten ihre Gewaltexzesse begründen wollen.

Bedeutung von ∃

Es ist gut, sich die Wirklichkeit bewusst zu machen, um Kunst nicht mit überkommenen metaphysischen Ansprüchen zu belasten. Diese entmythologisierte Kunst ist symbolisiert durch die Notation mit dem Zeichen ∃.

Denken in Bildern

Ich denke explizit in Bildern; Zahlen und Wörter sind farbig gemustert, Sachverhalte bunte Kausalitätsketten und meine Erinnerungen begehbare Landschaften, in farbigem Licht.

Pressefoto © NaturaArtis, 2008; Biografie Martin Eller.
Pressefoto © NaturaArtis, 2008