"Mensch", WVZ 1902, Öl auf Leinwand 100 x 80 cm; © Martin Eller
"Mensch", WVZ 1902, Öl auf Leinwand 100 x 80 cm; © Martin Eller
„Mensch“, WVZ 1902, Öl auf Leinwand 100 x 80 cm

Der Mensch, der stolze Mensch,
gekleidet in ein wenig kurze Amtsgewalt,
vergißt, was ihm am nächsten ist:
seine Spiegelseele; und wie ein wütender Affe
spielt er solch irre Faxen vor dem hohen Himmel,
daß die Engel weinen, die mit unsrer Milz
sich alle sterblich lachen würden.

William Shakespeare (1564 – 1616), Measure for Measure (2/7)

Portraitmalerei

Gemälde, die Portaits oder menschliche Figuren in Genreszenen darstellen, werden von diesen vollständig beherrscht. Bei Portraits wird der Betrachterblick direkt auf die Augen des Modells gezogen, wenn klassische Kompositionsregeln beachtet wurden. In dem bekannten Axiom von Paul Watzlawick heißt es für psychologische Situationen in der Kommunikation: „Man kann nicht Nicht-Kommunizieren“; dieser Satz ist auf die Betrachtung von Portraitmalerei übertragbar. Ein den Betrachter stärker in den Bann ziehendes Sujet gibt es nicht.