"Vergangener Sommer", WVZ 1931 aus 2014, Öl auf Papier auf Holz 21 x 30 cm; © Martin Eller

In der gegenständlichen Malerei gilt die Figuration heute als die wichtigste Ausdrucksform, neben der Abstraktion, die immer noch den Hauptteil der gegenwärtigen Malerei ausmacht. Der Landschaftsmalerei wird hingegen weniger Aufmerksamkeit geschenkt, von Seiten der Sammler genau wie vom „offiziellen“ Kunst- und Ausstellungsbetrieb. Sie gilt als Rückständig und nicht zeitgemäß.

"Vergangener Sommer"Vergangener Sommer, WVZ 1931 aus 2014, Öl auf Papier auf Holz 21 x 30 cm; © Martin Eller
„Vergangener Sommer“, WVZ 1931 aus 2014.

Dabei vereinigt die Landschaftsmalerei abstrakte und expressionistische, also ausdrücklich moderne Ausdrucksformen, sie verlangt sie geradezu. Dazu braucht man sich nur Details in einem beliebigeen Landschaftsgemälde anzusehen, welches in der Moderne, also nach etwa 1870 und bis heute, unter Freilichtbedingungen gemalt wurde.

Und es gibt für den Maler nichts Zufriedenstellenderes, als im Freien, in der kurzen Zeit und mit den geringsten Mitteln, unter freiem Himmel die Landschaft in der Stimmung zu malen, die sur le motif gerade zu sehen ist. Es ist eine hervorragende Übung für angehende MalerInnen.

Dieses Bild ist eine gelungene Interpretation, wenn man die Kürze der Entstehungszeit und seine Funktion als Vorarbeit für ein großes Bild berücksichtigt – und eine, die m. E. die Forderungen des logischen Bildes erfüllt.