WVZ 1919 30 40 Lavendelfeld, Öl auf Papier 30 x 40 cm von Martin Eller
WVZ 1919 30 40 Lavendelfeld, Öl auf Papier 30 x 40 cm von Martin Eller
WVZ 1919 30 40 Lavendelfeld

In der Landschaftsmalerei, gerade im Genre der Paysage intime, zu dem das Bild zu zählen ist, sind die einfachsten Motive häufig die besten. Die Einfachheit eines solchen Naturstückes entlastet von Kompositionsarbeiten; es reicht, einen harmonisch wirkenden Ausschnitt zu wählen. Die Einfachheit erlaubt es , sich mehr den Details zu widmen, welche gerade in so einem beinahe monochromen Lavendelfeld besonders kompliziert sein können. Beim Zeichnen der einzelnen Rispen des blühenden Lavendels darf kein „Automatismus“ der Linienführung entsehen, jede kleine Stelle muss zufällig und im besten Sinne „pittoresk“ aussehen, sonst geht der Gesamteindruck verloren.

Überhaupt ist bei Naturdarstellungen die Gefahr groß, daß beim Malen der Blick für das Ganze verloren geht: im Detail verfangen, vergisst man leicht, um welchen Eindruck es einem am Anfang ging. Dazu die Schwierigkeit, daß zum Beispiel die Zweige und Laubbüschel im Baum im Einzelnen schon wie ein kleiner Baum aussehen, zusammengemalt aber dennoch einen ganzen Baum aus vielen ähnlichen, aber nie gleichen Details ergeben müssen, um echt zu wirken.