Ein scheinbar beliebiger Blick in einen beliebigen Waldwinkel. Tatsächlich ist mit diese Stelle über Jahre tagtäglich vor Augen gestanden: Es ist ein Ausschnitt eines kleinen Teils vom „Reutzelswäldchen“ auf dem Grundstück meines ehemaligen Ateliers, wo ich mit ersten Versuchen eines Künstlergartens experimentierte. Es war ziemlich mühsam, das Immergrün (Vinca minor, im helle Mittelgrund des Bildes) und die Maiglöckchen (Convallaria majalis, im Vordergrund) ständig von Dornen freizuhalten.

WVZ Z3F45U „Gegenlicht – Gegenfarbe“

Das Bild gehört zu einer Gruppe mit Bildern von schwarz-weißen Landschaftsfotografien in Gegenlichtsituationen. Die Farbe wurde aus dieser ursprünglichen Farbaufnahme in einem mehrstufigem Verfahren so entfernt, daß eine möglichst gleiche Hell/Dunkelverteilung im ganzen Bildraum bestehen blieb. Dadurch sind die hellen Teile überlichtet und führen zu den beabsichtigten flirrenden Lichthöfen um die hellsten Flächen. Auch wenn die Aufnahme farblos nachbearbeitet und der Waldboden gejätet wurde, erfüllt das Bild die Anforderungen eines logischen Bildes. Die Suche nach den geringsten Mitteln für ein dennoch überzeugendes Bild ist der Ausdruck in dieser Arbeit.

Es ist eine Ausstellung mit Fotografien in der Galerie Alte Schule für 2024 geplant.
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