Pressefoto Martin Eller (c) NAM 2007
2018 – 2020

Kauf und Arbeiten an der Restauration eines alten Hauses, welches Arbeitsräume, Ausstellungsflächen und Wohnung beinhaltet. Anlage eines Künstlergartens. Projektierung neuer Motivgruppen und Weiterentwicklung der theoretischen Grundlagen zur einer explizit hellfarbigen Malerei.

2016

Arbeiten an großformatigen fotorealistischen Landschaften aus der Gegend um das Atelierhaus. Versuche mit auf weißem Grund freigestellten Motiven und Landschaften in Lasurmalerei. Umstellung auf hochwertigste Einpigment-Leinölfarben von Oudt Hollandse.

2015

Arbeit an dem Buch „Außer der Zeit„. Durch zunehmende Schwerhörigkeit kann die geliebte klassische Musik nicht mehr gehört werden; eine wichtige Kunstanregung entfällt damit.

2014

Arbeit an einer Gemäldeserie auf der Grundlage des kinematographischen Werkes von Andrei Tarkowski. Erste intensivere Beschäftigung mit Fotografie und Video. Die Fotografie wird als Möglichkeit zum vollendeten logischen Bild erkannt; die Malerei ist als Notwendigkeit auf die Gegenstände beschränkt, die nicht direkt fotografiert werden können.

2013

Mediterrane Stadtlandschaften und -Gartenstücke in mittleren bis großen Formaten; Arbeiten in Öl auf Papier in größeren Formaten.

2012

Einrichtung eines Atelierhauses auf einem Waldgrundstück; erste Versuche zur Anlage eines Künstlergartens. Intensive Beschäftigung mit dem Werk von Ingmar Bergman.

2011

Großformatige Genreportraits in Tempera und Öl; Arbeit an verschiedenen Figurationsprojekten. Versuche mit verschiedenen Projektionsmethoden und an abstrakt-geometrischen Motiven.

2009 – 2010

Mittelformatige Figurationen zu den Themen Jugend und Kultur, Fotografie und Film. Intensive Beschäftigung mit Ludwig Wittgenstein.

2008 – 2009

Mittel- und großformatige Himmel (Wolken, Horizonte) zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten in Tempera auf feinem Kunstseiden-Maltuch nach eigenen Fotografien.

seit 2008

Beschäftigung mit der Sprachphilosophie von Ludwig Wittgenstein, die wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Konzeptes „das logische Bild“ nimmt. Entwicklung verschiedener Öltempera-Rezepturen für die selbst hergestellten Farben der Himmelsbilder.

2005 – 2007

Mediterrane Landschaften in subtilerer Farbgebung als bei den Arbeiten vor 2004; erste Versuche mit regionalen Landschaften.

2005

Veränderung aller äußeren Lebensumstände; Bezug des Ateliers in der Weidengrundstraße; erste Verkaufsausstellungen im Atelier mit Gemäldegruppen für Händler und Privatsammler. Zunehmende Hörschwierigkeiten durch beidseitigen Tinnitus aurium.

2004

Tod des Sohnes Christian.

2000 – 2003

Erfolgreiche Galerieausstellungen in vielen Großstädten mit großformatigen und stark farbigen mediterranen Landschaften in pastosen Ölfarben. Durch Rezeption des Films Tous les Matins du monde Interesse an der bildhaft empfundenen Musik für Viola da gamba von Monsieur de Sainte-Colombe und weiterer Kammermusik.

1997 – 1999

Suche nach neuen Themen; erste großformatige Arbeiten, viele regionale Ausstellungen. Anlage von Motivsammlungen in Skizzenbüchern, Versuche mit verschiedenen Projektionsmethoden; Aufgabe der Freilichtmalerei, die nur noch gelegentlich als Motivsuche ausgeführt wird.

1995 – 1996
Fotos Chronologie martin-eller.com

Großformatige Stilleben in starken Farben und mit strukturierten Farbaufträgen. Meisterkopien nach flämischen, französischen und niederländischen alten Meistern. Erste Verkäufe über Kanada in die USA. Die Ansicht von Delft von Jan Vermeer dreimal mit zunehmender Sicherheit kopiert; eine Ausführung wird 1995 nach Washington verkauft. Versuche in Tempera-Malerei und mit selbstangeriebenen Ölfarben.

1992 – 1994

Intensive Freilichtmalerei; zur Finanzierung dieser Studien Auftragsarbeiten und Serienmalereien für Einrichtungshäuser und Möbelhandlungen. Umfangreiche Versuche mit Aktmalerei und Meisterkopien. Nach der Rezeption des französischen Films La Belle Noiseuse Entscheidung gegen Aktmalerei.

1989 – 1991

Erste Versuche in professioneller Malerei; Landschaften und Stilleben sind die häufigsten Themen. Anlage einer Motivsammlung und systematische Untersuchung malerischer Methoden und Wirkungen. Aus eigenen Landschaftsstudien kontemplativ erstellte Ideallandschaften.

1983 – 1989

Selbstständige Arbeit als Konstrukteur und Maschinenbaumeister im Sondermaschinenbau. Studien in Physik und Kybernetik, Entwicklung rechnergesteuerter Fügemaschinen und plasmaphysikalischer Schweißanlagen. Die technische Zeichnung und die Skizze sind tägliche Arbeitsmittel.

1981

Heirat; Geburt der drei Kinder Claudia (1983), Christian (1987 – 2004), Christopher (1994).

1978

Ernsthafte Überlegungen zur Aufnahme einer weiteren Lehre in einer Orgelbauerwerkstatt. Erstes Interesse an Informatik und Kybernetik, die als die Zukunftstechniken erkannt wurden. Verweigerung des Wehrdienstes mit der Waffe aus Gewissensgründen. Die bei gleichaltrigen verbreitete verbalen Sympathiebekundungen für politischen Extremismus wird der damit verbundenen Gewalt wegen grundsätzlich abgelehnt.

1975 – 1977

Immer wieder malerische Versuche und Zeichnungen nach der Natur; Beschäftigung mit Dürer und Johan Sebastian Bach. Literarisches Schlüsserlerlebnis dieser Zeit sind die Erzählungen von Theodor Storm. Interesse an Kupferstich und Holzschnitt, der Berufswunsch des Grafikers bringt erste Zweifel an der Sinnhaftigkeit von moderner Technik.

1975 – 1981

Ausbildung zum Maschinenschlosser, zum Handwerksmeister Maschinenbau und zum Schweißfachkonstrukteur; Berufsarbeit als Bohrwerker, Schweißer, Rohrschlosser, Anlagenmonteur und Maschinenbaumeister.

1974

Viele Zeichnungen, zumeist in Tusche auf Papier; jugendliche Begeisterung für Albrecht Dürer und Konrad von Soest und dessen Wildunger Altar. Durch einen engagierten Geschichtslehrer, ein Weltkriegsveteran, wurde das Interesse an deutscher Geschichte angestoßen, welches bis heute ungebrochen andauert. Über fünf Jahre intensive Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust, aus der eine tiefe Abneigung gegen Antisemitismus und Nationalismus resultiert.

1973

Erstes literarisches Kunsterlebnis mit den Erzählungen von Hermann Sudermann. Der machtvolle, massive Bau des romanischen Speyerer Doms hinterlässt tiefe Eindrücke, die noch erhaltenen Teile der Ausmalung aus dem 19. Jahrhundert werden seitdem als störend empfunden. Nachhaltiger Eindruck von der kunsthandwerklichen Arbeit eines alten Elfenbeinschnitzers in Michelstadt, der nach kindlicher Vorstellung in der idealen Werkstatt am alten Marktplatz mit seiner kleinen Verkaufsauslage der vollkommenste Künstler sein musste. Der Jom-Kippur-Krieg lieferte erneut grauenhafte Bilder, die lange Zeit in lebhafter Erinnerung blieben. Ein genereller Zweifel an der Humanität des Menschen entsteht in dieser Zeit und dauert bis heute an.

1972

Frühestes erhaltenes Ölgemälde; die Farben waren ein Geschenk der amerikanischen Mieter der Eltern; tagelang schockiert über das entsetzliche Titelbild auf der Zeitschrift „Stern“ von Phan Thị Kim Phúc nach einem Napalm-Angriff der Amerikaner auf das Dorf Trảng Bàng .

1970

Das Straßburger Münster mit seiner Rosette im Westwerk bietet überwältigende Eindrücke; seither (agnostisch initiiertes) Interesse an gotischen und romanischen Bauwerken. Zunehmender wie unvermeidbarer Kontakt zur amerikanischen Kultur – anziehend und befremdend zugleich – durch die GI’s der nahen Garnison, welche Motown, Drogen und willkommene Dollars in das Dorf brachten.

1969

Mondlandung; das bis dahin beeindruckendste Bilderlebnis überhaupt. Erster und zugleich letzter Kauf von zwei Exemplaren der „Bild-Zeitung“, um das ganzseitige Bild des ersten Fußabdruckes auf dem Mond für alle Zeiten bewahren zu können.

1968 – 1974

Der Vietnamkrieg mit seiner zum Teil obszönen Medienpräsenz beeindruckte und ängstigte immer wieder; aufkommendes Misstrauen gegen die Erwachsenen, deren häufige Klagen über den erlittenen Weltkrieg im totalen Widerspruch standen zur Gleichgültigkeit, mit denen die Opfer der aktuellen weltweiten Konflikte bedacht wurden.

1967

Früheste Erinnerungen an die schockierenden Bilder aus dem Sechs-Tage-Krieg in den Fernsehnachrichten. Erstes Interesse an den (sterbenden) alten Handwerken, welche im Dorf und der nahen Kleinstadt noch zu sehen waren: Wagner, Schmied, Schreiner, Schuster, Weißbinder und Stukkateur waren Künstler, denen es nachzueifern galt.

1966

Einschulung, als Angehöriger der „geburtenstarken Jahrgänge“ in ein „Kurzschuljahr“; beginn der bedrückenden Schulzeit, von autoritären Lehrern in einem bloßen Auswahlsystem gegängelt, ohne jegliche Talentförderung, ohne wirkliche elterliche Unterstützung.

1965

Früheste Erinnerungen an eine der seltenen Besichtigungen der Zeichenmappe des Vaters; darin Entwürfe zur Ausmalung des elterlichen Farbengeschäfts und zu einer Theaterdekoration, die Meisterprüfungsarbeiten des Vaters; darin auch die Zeichnungen des im Krieg gefallenen Onkels Friedrich, die auf abenteuerliche Weise von Norwegen in die Familie gelangt waren.

1963 – 1964

Früheste Erinnerungen in bildhafter Form; ein mehrjähriger Kalender mit Abbildungen nach alten Meistern im elterlichen Wohnzimmer, eine Gabe des Farbherstellers Cambilack, betrachtet an vielen Krankheitstagen.

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