"À travers le village", WVZ 1927, Öl auf Leinwand 90 x 110 cm (Verkauft); © Martin Eller
"À travers le village", WVZ 1927, Öl auf Leinwand 90 x 110 cm (Verkauft); © Martin Eller
„À travers le village“, WVZ 1927, Öl auf Leinwand 90 x 110 cm (Verkauft)

Freilichtmalerei ist eine (romantisch-pathetisch überhöhte) Vorstellung aus dem 19. Jahrhundert, der auch ich jahrelang nachging und als einzig wahre Arbeitsweise gelten lassen wollte. Zum lernen und für Studien ist sie hervorragend geeignet. Wirklich gute und sorgfältig ausgewogene Farbergebnisse aber erzielt man (gerade bei großen Bildern) nur bei absolut gleichbleibender Beleuchtung im Studio, ohne jede Ablenkung. Die Gemälde hängen später ebenfalls in geschlossenen Räumen und müssen auch bei unzureichendem Licht aussagefähige Wirkung haben. En-plein-air gemalte Bilder müssen daher immer noch einmal unter Innenraumbeleuchtung überarbeitet werden, um eine geschlossene, harmonische Wirkung zu bekommen. Alle großen Freilichtmaler (Constable, Corot, die Schule von Barbizon, Eugène Boudin, Johann Barthold Jongkind, die Impressionisten Camille Pissaro, Alfred Sisley, Claude Monet, Paul Cézanne) haben deshalb ihre Landschaften im Atelier fertiggestellt.